
Grassinger Emrich Architekten GmbH
Wettbewerb | Neubau und Umbau
2025 | 2025
Wohnungsbau
Zell
Wettbewerb | Neubau und Umbau
15

Grassinger Emrich Architekten GmbH
Unser Wettbewerbsentwurf Quartier am Kirchweg entwickelt einen Vorschlag zur sensiblen Integration eines neuen kommunalen Wohnraums in die gewachsene Dorfstruktur von Zell.
Fünf neue Baukörper ergänzen den Dorfkern von Zell und greifen durch ihren Maßstab, Dachformen und Materialität die gewachsene Struktur des Ortes auf. Die Gebäude fluchten entlang der Nachbarhäuser. Ein zentraler Anger bildet das Zentrum des neuen Quartiers.
Die Gebäudegruppe wird durch ein heterogenes Wegenetz mit dem Dorf verknüpft. Die Erschließung des kommunalen Wohnungsbaus verläuft vom gemeinschaftlich genutzten Innenhof über nördlich orientierte Laubengänge. Die Stellplätze liegen teilweise im Freien, teilweise überdacht in der Erdgeschosszone des westlichen Baukörpers. Der ursprüngliche Trampelpfad bleibt in seiner verbindenden Funktion erhalten und wird als Quartiersanger mit diversen Nutzungen für die gesamte Dorfgemeinschaft aufgewertet.
Aus dem Ort entwickelt
Das Freiraumkonzept schafft durch die Orientierung der Baukörper großzügige Grünräume, die den Baumbestand erhalten, ökologische Qualitäten stärken und das Quartier mit der Umgebung verknüpfen. Ein verzweigtes Wegenetz sorgt für Erreichbarkeit, während der Pfarrgarten als identitätsstiftender Übergangsraum vielfältige Nutzungen eröffnet.
Der Quartiersanger gliedert sich in einen ruhigen Garten und einen offenen Bereich für Begegnung, getrennt durch die bestehende Mauer. Private und gemeinschaftliche Freiflächen, Stellplätze und Fahrradabstellanlagen werden landschaftlich eingebunden und durch artenreiche Bepflanzung ökologisch aufgewertet.
In zwei Neubauten entstehen 14 barrierefreie Wohnungen, ergänzt durch eine Gemeinschaftsfläche im Erdgeschoss. Im bestehenden Pfarrhof befindet sich eine Clusterwohnung mit sechs Individualräumen für acht Personen. Drei zusätzliche Baukörper erweitern das Quartier im Ideenteil und bieten Platz für verschiedene Wohnmodelle.
Grassinger Emrich Architekten GmbH
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Kreislauffähig bauen mit Holz, Stroh und Lehm
Die Neubauten sind in Holzbauweise mit Strohdämmung und Lehm-Verbunddecken konzipiert. Dunkel vorvergraute Lärchenholz-Fassaden greifen regionale Vorbilder auf; helle Fensterläden rhythmisieren die Ansichten. Loggien bieten sommerlichen Wärmeschutz und beleben das Bild des Quartiers. Durch Verwendung sortenrein trennbarer Materialien wie Holz, Stroh und Lehm wird eine hohe Kreislauffähigkeit gesichert.
Kompakte Baukörper mit modularen Grundrissen erleichtern die Vorfertigung, Verschattung durch Rücksprünge und Querlüftung innerhalb der Wohnungen unterstützen die Klimaanpassung im Gebäude. Regenwasser wird dezentral versickert, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen decken den Energiebedarf des Quartiers.

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